Große Investitionen in Denkmäler-Sanierung
Vom
Fr.
28.10.2011
Denkmalpflege: Fachbeirat nimmt mehrere Sanierungsprojekte im Kreis erfreut zur Kenntnis
– Hoher Investitionsbedarf
ODENWALDKREIS:. Eine ganze Reihe von Baudenkmalen im Odenwaldkreis erfährt zurzeit durch Sanierungsarbeiten Bestandssicherung.
Das stellte der Denkmalbeirat des Odenwaldkreises bei der jüngsten Aktualisierung seiner Übersicht zu offenen Angelegenheiten fest, von der das sachkundige Mitglied Peter W. Sattler (Unter-Mossau) berichtet. Demnach lässt das Grafenhaus Erbach-Fürstenau an seiner Schlossanlage bei Steinbach zurzeit umfangreiche Arbeiten ausführen. Hauptsächlich dienen diese einer Verbesserung der statischen Gründung der zu den Nebengebäuden zählenden Beschließerei.
Vorsitzender Michael Reuter und Geschäftsführer Reimund Bechtold bezeichneten die Investition auch eingedenk des Finanzbedarfs als äußerst anerkennenswert. Das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt die Grafenfamilie mit einem Zuschuss.
Ebenfalls ganz im Sinne des Denkmalbeirats ist die Entwicklung an einem ortsbildprägenden Gebäude in Hainstadt. Dessen Besitzer konnte von einer umfassenden Sanierung überzeugt werden. Inzwischen sind Fassade und Dach des Wohnhauses an der Mainstraße 59 mit Holzschindeln und Bieberschwanzziegeln vorbildlich wieder hergerichtet worden.
Weiter hat das Dorferneuerungsprogramm für Hainstadt und die damit ermöglichte Förderung den Besitzer der Rosenbacher Mühle zu einer grundlegenden Renovierung des Anwesens bewogen. Die Arbeiten werden zurzeit vorbildlich ausgeführt. An der ehemaligen Pappenfabrik in Lauerbach beginnt mit der Sanierung der hinteren Belüftungshalle ein kostspieliges Bauvorhaben, obwohl eine Nutzung derzeit nicht in Aussicht gestellt ist. Das Landesamt gewährt einen Zuschuss; die Fachwelt weiß aber auch hier um die weit höheren Kosten .
Quelle: OE 19.11.2011
Für Remise gibt es keine Rettung mehr
Vom
Fr.
28.10.2011
Abbruch: Nebengebäude des Beerfelder Forstamts nicht mehr zu retten
ODENWALDKREIS.
Neben der Erhaltung wertvoller Bausubstanz durch Sanierung („Gräfliches und bürgerliches Geschichtsbewusstsein“, Ausgabe vom 19. Oktober) musste der Denkmalbeirat des Odenwaldkreises in seiner Sitzung auch Verlust zur Kenntnis nehmen.
Nicht mehr zu retten ist demnach das Gräflich Erbach-Fürstenauische Remisengebäude hinter dem gräflichen Forstamt an der Mümlingstraße in Beerfelden. Das Gebäude stammt im Wesentlichen aus der Umbauphase von 1933, eine Sanierung wurde als wirtschaftlich nicht mehr vertretbar bewertet.
Einem Abbruchantrag des Besitzers eines Tagelöhnerhauses in Gammelsbach stimmen die Untere Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Denkmalpflege weiter nicht zu. Der geforderte Nachweis dafür, dass auch dieses Gebäude wirtschaftlich nicht mehr zu sanieren ist, wurde bislang nicht vorgelegt, teilt der Beirat mit.
Quelle: EO vom 20.10.2011
Römische Relikte im Eulbacher Park werden saniert
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Fr.
28.10.2011
Bodendenkmale: Dauerhaftigkeit für die Kastelltore
ODENWALDKREIS. Mit den Bodendenkmalen im Odenwaldkreis geht es weiter aufwärts. Davon zeugt die Besprechung aktueller Arbeiten an historischen Zeugnissen in der jüngsten Sitzung des Denkmalbeirats für den Odenwaldkreises, aus dem Peter W. Sattler berichtet. Wie gemeldet, war ein weiteres wichtiges Thema die Sanierung von Baudenkmalen („Gräfliches und bürgerliches Geschichtsbewusstsein“, Ausgabe vom 19. Oktober).
Wie über die historischen Relikte zu erfahren war, werden im Eulbacher Park die Mauerkronen der beiden dort aufgebauten Kastelltore saniert. Der Eigentümer, das Grafenhaus Erbach-Erbach, und die Untere Denkmalschutzbehörde übernehmen jeweils zur Hälfte der Kosten. An der Römischen Turmstelle Wachtposten 10/30 (Vogelbaumhecken) zwischen Würzberg und Hesselbach wurde mit der Rekonstruktion des Holzwachtturmrestes begonnen. Das Landesamt für Denkmalschutz in Wiesbaden gibt einen Zuschuss. Beide Projekte verstehen sich im Kontext des Millionenprojekts, mit dem die Spuren des römischen Limes im Odenwald bewahrt, dokumentiert, besser sichtbar gemacht und touristisch erschlossen werden.
Wie berichtet, ist dabei zuletzt auch der römische Gutshof Haselburg bei Hummetroth verstärkt einbezogen worden. Der Denkmalbeirat nahm den ergebnislosen Verlauf einer archäologische Untersuchung und den somit möglichen sofortigen Baubeginn für ein Informationszentrum zur Kenntnis. Der Rohbau könnte, je nach Wetterlage, noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.
Nicht römisch, aber ebenfalls interessant ist das Beerfurther Schlösschen im Wald zwischen diesem Reichelsheimer Ortsteil und dem Ober-Kainsbacher Weiler Vierstöck. Für die angestrebte Aufmauerung zwischen den beiden Mauerstümpfen , die dieses Bodendenkmal ausmachen, gibt es zwei Angebote. Die Finanzierung ist allerdings noch nicht geklärt.
Quelle: EO vom 19.10.2011
Der Königsbrunnen erfährt seine Krönung zum Denkmal
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Fr.
28.10.2011
BEERFELDEN. Der Königsbrunnen in der Gemarkung des Beerfelder Stadtteils Hetzbach ist von der Fachwelt in die Denkmaltopographie des Odenwaldkreises aufgenommen worden. Damit hat sich ein Wunsch des Denkmalbeirats für diese Region erfüllt. Entsprechend positiv nahm das Gremium diese Nachricht in seiner jüngsten Sitzung auf.
Die markante Anlage steht unterhalb des Krähbergs in einer Kurve des Verbindungssträßleins zwischen Hetzbach und dem Bullauer Weiler Gebhardshütte. Der Brunnen ist schon in der berühmten Beschreibung der Mark Michelstadt von 819 erstmals erwähnt und heißt dort Cuningesbrunnen. In seiner heutigen Gestalt geht er auf das Jahr 1904 zurück, für die der Hetzbacher Architekt Heinrich Kumpf und der ebenfalls ortsansässige Steinmetz Wilhelm Helmstetter verantwortlich zeichnen sollen.
Die beeindruckende Anlage besteht aus rotem Buntsandstein. Mehrere Treppenstufen führen zu einem Podest, das von einer aufgemauerten Fassade abgeschlossen wird. Das Wasser tritt aus einer Faunenmaske aus. Außerdem ist als Steinmetzzeichen ein A zu sehen.
Die Brunnenanlage mit ihrer deutlich vom Jugendstil beeinflussten künstlerischen Gestaltung ist ein Kulturdenkmal aus heimat- und ortsgeschichtlichen sowie künstlerischen Gründen.
Quelle: OE vom 19.10.2011
Auf dem Weg zum Welterbe?
Vom
Di.
13.09.2011
Denkmalpflege: Limesentwicklungsplan geht in die nächste Phase seiner Aufstellung
ODENWALDKREIS.
Öffentliche Hände, private Denkmalschutz-Institutionen und Sponsoren haben in den vergangenen Jahren fast eine Million Euro in Forschungsarbeiten, Restaurierungen, Nachbildungen und Präsentationen am Odenwaldlimes gesteckt. Diese Zwischenbilanz machte bei der jüngsten Sitzung des Denkmalbeirats für den Odenwaldkreis dessen Geschäftsführer Reimund Bechtold auf. Anlass dazu gab der Vorentwurf des Limesentwicklungsplans, der den Experten des Gremiums bei dieser Gelegenheit vorgestellt wurde.
Dieser Plan-Vorlage folgt die Einarbeitung von Anregungen der Fachbehörden. Die Abgabe ist schon für die nächsten Wochen vorgesehen. Wie berichtet, soll sie die Grundlage schaffen für die Anerkennung auch der Odenwälder Grenzlinien-Relikte als Unesco-Weltkulturerbe. Wie der Denkmalbeirat weiter zur Kenntnis nahm, ist im Sinne der besseren Nachvollziehbarkeit der historischen Anlage kürzlich die Aufstellung von Limespalisaden an den Straßenkreuzungen Eulbach und Windlücke sowie am Kastell Lützelbach erfolgt.
Die Rekonstruktion der Holzturmstelle Wachtposten 10/30 in Hesselbach wird gemäß Kostenanschlag 21 500 Euro beanspruchen. Der Rotary-Club, der diese Turmstelle betreut, hat mitgeteilt, dass ihm eine Bezuschussung nicht möglich ist. Das Landesamt für Denkmalpflege wird sich an der Finanzierung beteiligen. Der letzte Bauabschnitt am Würzberger Römerbad ist für 6000 Euro ohne Beanstandung ausgeführt worden. Für den neuen Limesturm auf der Vielbrunner Höhe soll ein Flyer entwickelt werden. Außerdem soll großräumig mit braunen Touristikschildern auf den Odenwaldlimes aufmerksam gemacht werden.
Gedient hat die Zusammenkunft des Denkmalbeirats auch der Neubestimmung seiner Funktionsträger. Gewählt wurden für weitere fünf Jahre Michael Reuter als Vorsitzender, Jochen Rietdorf als dessen Stellvertreter und Reimund Bechtold als Schriftführer.
OE 12.08.2011
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